Auf einen Blick: Was Billbee kostet
Billbee hat keine Tarifpakete im klassischen Sinn. Es gibt einen einzigen All-inclusive-Preis, der ausschließlich von der Anzahl deiner monatlichen Bestellungen abhängt. Alle Funktionen, Schnittstellen und der Support sind immer enthalten.
Die Mindestgebühr beträgt 9 € netto pro Monat – auch bei null Bestellungen. Bei 10 Bestellungen sind es 17 € netto, bei 50 Bestellungen 33 € netto, bei 100 Bestellungen 48 € netto. Alle Preise verstehen sich zzgl. 19 % Mehrwertsteuer. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit.
Die vollständige Preistabelle
Billbee zeigt auf der Preisseite nur einen Schieberegler mit einem einzelnen Gesamtpreis – keine Tabelle, keine Staffelwerte, keine Angabe zum Preis pro Bestellung. Die folgende Übersicht schließt diese Lücke. Die Nettobeträge stammen aus der Preisformel, die Billbee auf seiner eigenen Preisseite verwendet (Methodik weiter unten).
| Bestellungen / Monat | Billbee netto | Billbee brutto | Pro Bestellung (netto) | Pro Jahr (brutto) |
|---|---|---|---|---|
| 0 (kein Verkauf) | 9 € | 10,71 € | – | 128,52 € |
| 5 | 14 € | 16,66 € | 2,80 € | 199,92 € |
| 10 | 17 € | 20,23 € | 1,70 € | 242,76 € |
| 20 | 22 € | 26,18 € | 1,10 € | 314,16 € |
| 30 | 26 € | 30,94 € | 0,87 € | 371,28 € |
| 50 | 33 € | 39,27 € | 0,66 € | 471,24 € |
| 75 | 41 € | 48,79 € | 0,55 € | 585,48 € |
| 100 | 48 € | 57,12 € | 0,48 € | 685,44 € |
| 150 | 59 € | 70,21 € | 0,39 € | 842,52 € |
| 199 | 68 € | 80,92 € | 0,34 € | 971,04 € |
| 200 ↑ | 80 € | 95,20 € | 0,40 € | 1.142,40 € |
| 300 | 98 € | 116,62 € | 0,33 € | 1.399,44 € |
| 500 | 125 € | 148,75 € | 0,25 € | 1.785,00 € |
| 1.000 | 171 € | 203,49 € | 0,17 € | 2.441,88 € |
| 2.000 | 229 € | 272,51 € | 0,11 € | 3.270,12 € |
| 3.000 | 269 € | 320,11 € | 0,09 € | 3.841,32 € |
Ab rund 3.332 Bestellungen wechselt Billbee auf eine reine Mengenabrechnung von 8,4 Cent pro Bestellung. Ab diesem Punkt sinkt der Preis pro Bestellung nicht weiter.
Wie diese Tabelle entstanden ist
Damit die Zahlen nachprüfbar sind, hier die Methodik: Billbee berechnet den Preis auf der eigenen Preisseite clientseitig über eine Formel, die im Quelltext der Seite steht. Sie lautet sinngemäß:
- 0 Bestellungen: 9 € (Mindestgebühr)
- 1 bis 199 Bestellungen: (log5(Bestellungen + 5)3,25 + 8) × 1,2
- 200 bis 3.331 Bestellungen: dieselbe Basis, aber × 1,4 statt × 1,2
- ab 3.332 Bestellungen: Bestellungen × 0,084 €
Das Ergebnis wird jeweils auf volle Euro aufgerundet. Genau diese Werte zeigt auch der Schieberegler auf billbee.io – die Tabelle oben ist also keine Schätzung, sondern dieselbe Rechnung in vollständiger Form.
Stand: August 2026. Alle Billbee-Angaben stammen aus der öffentlichen Preisseite von billbee.io. Preise können sich ändern – prüfe im Zweifel dort. Briefmatic steht mit Billbee in keiner Geschäftsbeziehung.
Netto oder brutto? Was Kleinunternehmer wirklich zahlen
Billbee nennt alle Preise netto. In der eigenen FAQ steht dazu: der angegebene Preis versteht sich zzgl. Mehrwertsteuer. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist das die richtige Betrachtung – die Mehrwertsteuer ist für sie ein durchlaufender Posten.
Für Kleinunternehmer nach §19 UStG gilt das nicht. Wer keine Umsatzsteuer ausweist, kann auch keine Vorsteuer ziehen. Die 19 % sind für sie echte Kosten. Und gerade auf Etsy und kasuwa verkauft ein großer Teil der Händler als Kleinunternehmer.
Wenn du Kleinunternehmer bist, ist „ab 9 €“ für dich in Wahrheit ab 10,71 €. Bei 50 Bestellungen im Monat zahlst du nicht 33 €, sondern 39,27 € – das sind 471 € im Jahr.
Kosten pro Bestellung: Kleine Händler zahlen am meisten
Der auffälligste Effekt im Preismodell ist umgekehrt zu dem, was „ab 9 €“ vermuten lässt: Je kleiner dein Shop, desto teurer ist Billbee pro Bestellung. Die Grundgebühr verteilt sich auf wenige Bestellungen.
- Bei 5 Bestellungen im Monat: 2,80 € pro Bestellung
- Bei 20 Bestellungen: 1,10 € pro Bestellung
- Bei 100 Bestellungen: 0,48 € pro Bestellung
- Bei 1.000 Bestellungen: 0,17 € pro Bestellung
- Ab 3.332 Bestellungen: 0,084 € pro Bestellung
Für einen Etsy-Shop, der 20 Sticker-Bestellungen im Monat verschickt, kostet die Software damit mehr als das Porto mancher Sendung. Bei einer Warensendung für 2,70 € kommen 1,10 € Software-Kosten obendrauf – das sind gut 40 % Aufschlag auf den Versand.
Die 200-Bestellungen-Klippe
Zwischen 199 und 200 Bestellungen liegt die auffälligste Stelle im Preismodell. Der Multiplikator springt von 1,2 auf 1,4:
| Bestellungen | Preis netto | Differenz |
|---|---|---|
| 199 | 68 € | – |
| 200 | 80 € | + 12 € für eine Bestellung mehr |
Fairerweise: Dieser Sprung greift nicht sofort. Nach Billbees FAQ erfolgt die Hochstufung ins Growth-Paket erst, wenn du in drei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mehr als 200 Bestellungen verarbeitest. Ein einzelner starker Monat – etwa das Weihnachtsgeschäft – löst sie also nicht aus.
Bist du einmal im Growth-Paket, bleibt dieser Status dauerhaft bestehen – auch wenn dein Volumen später wieder unter 200 Bestellungen fällt. Drei starke Monate hintereinander wirken sich also dauerhaft auf deinen Preis aus. Im Gegenzug behältst du den kostenlosen Zugang zu den gebündelten Tools (VentoryOne, Replyco).
Was zählt als Bestellung?
Ein Detail, das leicht übersehen wird und die Rechnung spürbar verändern kann. Billbee zählt nach eigener Definition nicht nur Verkäufe, sondern:
- alle in Billbee angelegten oder importierten Bestellungen
- Erstattungen
- Stornorechnungen
- Gutschriften und Rechnungskorrekturen
Maßgeblich ist das Import- beziehungsweise Erstellungsdatum in Billbee. Praktisch heißt das: Eine stornierte Bestellung kann zweimal in die Abrechnung eingehen – einmal als Bestellung und einmal als Storno. Wer eine hohe Retourenquote hat, sollte das einkalkulieren.
Die Preisumstellung vom Februar 2026
Zum 1. Februar 2026 hat Billbee alle Accounts auf das aktuelle Preismodell zusammengeführt. Die Einordnung erfolgte auf Basis der durchschnittlichen Bestellmenge der Monate September bis November 2025.
Für Händler mit hohem Volumen ist das Modell weiterhin günstig – 8,4 Cent pro Bestellung sind für eine vollwertige Warenwirtschaft ein sehr guter Preis. Deutlich spürbar wurde die Umstellung dagegen bei kleinen Shops, bei denen zuvor Alttarife mit sehr niedrigen Grundgebühren galten. In Händlerforen und Fachblogs wurden für kleine Volumina Steigerungen um ein Vielfaches berichtet.
Genau diese Gruppe – Shops mit wenigen Bestellungen im Monat – sucht seitdem verstärkt nach Alternativen. Wenn du dazugehörst, ist die Frage weniger „Ist Billbee zu teuer?“ als „Brauche ich überhaupt, wofür ich zahle?“
Lohnt sich Billbee für dich?
Billbee ist eine gute Software. Der Preis ist nur dann ein Problem, wenn du einen Bruchteil des Funktionsumfangs nutzt.
Billbee lohnt sich, wenn du:
- auf mehreren Kanälen verkaufst (Etsy + Amazon + eigener Shop + eBay)
- eine echte Warenwirtschaft mit Lagerbeständen brauchst
- Pakete über verschiedene Carrier verschickst (DHL, DPD, Hermes)
- Rechnungen und Mahnwesen automatisieren willst
- mehr als ein paar hundert Bestellungen im Monat hast – dann wird der Preis pro Bestellung sehr attraktiv
Billbee ist überdimensioniert, wenn du:
- ausschließlich auf Etsy oder kasuwa verkaufst
- Flachware verschickst – Sticker, Karten, Prints, Poster, leichten Schmuck
- ausschließlich Deutsche Post Briefprodukte und Warensendungen nutzt
- weniger als etwa 100 Bestellungen im Monat hast
- keine Lagerverwaltung und keine Multichannel-Anbindung brauchst
Die günstigere Rechnung für reine Flachware-Shops
Für den zweiten Fall haben wir Briefmatic gebaut: Versandlabels für Etsy- und kasuwa-Bestellungen über die Deutsche Post Internetmarke, ohne Warenwirtschaft und ohne Etsy-API. Der Vollständigkeit halber der direkte Kostenvergleich – Briefmatic-Preise sind Bruttopreise, es kommt nichts obendrauf:
| Bestellungen / Monat | Billbee (brutto) | Briefmatic (brutto) | Differenz / Jahr |
|---|---|---|---|
| 10 | 20,23 € | 0 € (Free) | 243 € |
| 20 | 26,18 € | 2,99 € (Starter) | 278 € |
| 50 | 39,27 € | 2,99 € (Starter) | 435 € |
| 100 | 57,12 € | 4,99 € (Pro) | 626 € |
| 200 | 95,20 € | 4,99 € (Pro) | 1.083 € |
Das Porto zahlst du bei Briefmatic direkt an die Deutsche Post über deine eigene Portokasse – wir erheben keine Transaktionsgebühren auf deine Marken. Was Briefmatic dafür nicht kann: Warenwirtschaft, Multichannel, Paketversand. Wenn du das brauchst, ist Billbee die richtige Wahl.
Mehr dazu im ausführlichen Vergleich Briefmatic vs. Billbee oder in der Übersicht aller Versandsoftware-Tools für Etsy.