Was ist die Basis-Sendungsverfolgung?
Die Basis-Sendungsverfolgung ist ein eingeschränktes Tracking-System der Deutschen Post für Briefsendungen. Sie erfasst genau zwei Scan-Ereignisse: die Verarbeitung im Briefzentrum der Absenderregion und die Verarbeitung im Briefzentrum der Empfängerregion.
Anders als bei Paketen gibt es keinen Zustellscan. Ob der Brief tatsächlich im Briefkasten gelandet ist, zeigt die Basis-Sendungsverfolgung nicht an. Sie ist eine Fortschrittsanzeige, kein Nachweis.
Zwei Scans, kein Zustellnachweis, kostenlos enthalten. Verfügbar bei Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief sowie Postkarten – sowohl mit Briefmarke mit Matrixcode als auch mit der Internetmarke. Die Warensendung ist ausgenommen.
Welche Produkte haben eine Basis-Sendungsverfolgung?
Entscheidend ist das Produkt, nicht die Art der Frankierung. Die Basis-Sendungsverfolgung ist bei den unterstützten Produkten immer kostenlos im Porto enthalten – du musst nichts dazubuchen.
| Produkt | Porto 2026 | Basis-Sendungsverfolgung |
|---|---|---|
| Postkarte | 0,95 € | ✓ Enthalten |
| Standardbrief | 0,95 € | ✓ Enthalten |
| Kompaktbrief | 1,10 € | ✓ Enthalten |
| Großbrief | 1,80 € | ✓ Enthalten |
| Maxibrief | 2,90 € | ✓ Enthalten |
| Warensendung bis 1.000 g | 2,70 € | ✗ Ausgenommen |
| Warensendung bis 2.000 g | 3,55 € | ✗ Ausgenommen |
| Büchersendung | ab 1,00 € | ✗ Ausgenommen |
| Dialogpost | Sondertarif | ✗ Ausgenommen |
Die Warensendung ist zwar ein Briefprodukt, hat aber kein Tracking – auch nicht mit der Internetmarke. Sie läuft ohne Versicherung und ohne Sendungsverfolgung. Wer für Warensendungen eine Sendungsnummer sucht, wird keine finden.
Was du siehst – und was nicht
Der typische Verlauf einer Sendung mit Basis-Sendungsverfolgung sieht so aus:
- Abends am Einlieferungstag: Verarbeitung im Briefzentrum der Absenderregion
- Am Folgetag: Verarbeitung im Briefzentrum der Empfängerregion, meist mit dem Hinweis, dass die Sendung in die Zustellung geht
Danach endet die Verfolgung. Es folgt kein weiterer Eintrag – weder „zugestellt“ noch „in Zustellung beim Briefträger“.
Was die Basis-Sendungsverfolgung leistet
- Bestätigung, dass die Sendung tatsächlich im Postnetz angekommen ist
- Groben Hinweis darauf, wo sich die Sendung befindet
- Eine unverbindliche Prognose zum voraussichtlichen Zustelltag
Was sie nicht leistet
- Keine Zustellbestätigung – der wichtigste Unterschied zum Paket
- Keinen Nachweis im Streitfall gegenüber Empfängern oder Plattformen
- Keine Haftung bei Verlust – dafür braucht es ein Einschreiben
- Keine Information darüber, was nach dem Ziel-Briefzentrum passiert
So trackst du eine Sendung mit Basis-Sendungsverfolgung
Die Sendungsnummer steckt im Matrixcode – dem quadratischen Punktmuster auf der Marke. Es gibt zwei Wege:
- Post & DHL App: Matrixcode mit der Kamera scannen. Die Sendung erscheint danach in deiner Sendungsliste, die App merkt sich die Nummer.
- Sendungsnummer manuell: Bei der Internetmarke steht die Nummer zusätzlich als alphanumerischer Code direkt unter dem Matrixcode auf dem PDF-Label. Diese Nummer kannst du auch in die Sendungsverfolgung auf der Website eingeben.
Notiere die Sendungsnummer bevor du das Label aufklebst und die Sendung abgibst. Nachträglich ist sie nicht mehr rekonstruierbar – die Post ordnet dir keine Nummer zu einer bereits eingelieferten Sendung zu.
Warum manchmal kein Status erscheint
Ein häufiger Fall: Die Sendung ist unterwegs, aber die Verfolgung zeigt nichts an. Das hat meistens einen mechanischen Grund.
Dicke oder unförmige Briefe passen nicht durch die automatische Sortieranlage und werden manuell sortiert. Dabei läuft die Sendung nicht über die Scan-Strecke – es entsteht kein Eintrag. Der Brief wird trotzdem ganz normal zugestellt, nur eben unsichtbar.
Ebenso möglich: Nur einer der beiden Scans erscheint. Auch das ist kein Grund zur Sorge, sondern eine Lücke in der Erfassung, nicht im Transport.
Flach und gleichmäßig dick packen, Kanten sauber verschließen, keine harten Gegenstände, die aufragen. Je briefkastenförmiger die Sendung, desto zuverlässiger wird sie gescannt.
Die 20-Cent-Entscheidung: Warensendung oder Maxibrief
Für Online-Verkäufer läuft es meist auf diesen Vergleich hinaus. Beide Produkte transportieren bis 1.000 g, die Maße überschneiden sich weitgehend – der Unterschied liegt bei 20 Cent und beim Tracking:
| Kriterium | Warensendung bis 1.000 g | Maxibrief |
|---|---|---|
| Porto | 2,70 € | 2,90 € |
| Basis-Sendungsverfolgung | ✗ Nein | ✓ Ja, kostenlos |
| Handgeschriebene Nachricht erlaubt | ✗ Nein | ✓ Ja |
| Laufzeit | Bis 4 Werktage | 1–2 Werktage |
Anders formuliert: Für 20 Cent Aufpreis bekommst du Tracking, schnellere Laufzeit und darfst persönliche Nachrichten beilegen. Wenn du Sendungsnummern an Käufer weitergeben willst oder musst, ist der Maxibrief in der Regel die bessere Wahl – trotz höherem Porto.
Den vollständigen Vergleich beider Produkte inklusive Maße und erlaubtem Inhalt findest du im Ratgeber Warensendung vs. Maxibrief.
Für Online-Verkäufer: Reicht das als Tracking?
Für die meisten Plattform-Anforderungen: ja. Verlangt wird üblicherweise eine gültige Sendungsnummer eines anerkannten Carriers – nicht zwingend ein Zustellnachweis. Die Basis-Sendungsverfolgung liefert eine solche Nummer.
Für den eigenen Schutz im Streitfall reicht sie dagegen nicht. Wenn ein Käufer behauptet, nichts erhalten zu haben, belegt der Ziel-Briefzentrums-Scan nur, dass die Sendung in der richtigen Region angekommen ist – nicht, dass sie zugestellt wurde. Wer diesen Nachweis braucht, kommt um ein Einschreiben oder ein Paketprodukt nicht herum.
Wie du Sendungsnummern konkret bei Etsy einträgst und was für den Star-Seller-Status zählt, steht im Ratgeber Etsy Tracking mit Deutsche Post.
Briefmatic erstellt Internetmarken für deine Etsy- und kasuwa-Bestellungen und speichert die Sendungsnummer automatisch. Stellst du dein Standardprodukt auf Groß- oder Maxibrief, bekommt jede Sendung die Basis-Sendungsverfolgung – die Nummer landet beim Markieren als versendet direkt in deiner Zwischenablage.